Mit dem Ende der ersten Stufe der Ausschreibung zu dem Projekt „Reformation und Kunst“ fand sich gestern in der Schaddelmühle eine 11-köpfige Jury, die sich aus Vertretern

der Städte Mügeln, Leisnig, Döbeln und Grimma,
dem Referat der Lutherdekade,
dem Landkreis Leipzig,
den Künstlerhäusern Prösitz und Schaddel,
der beteiligten Leadergebiete,
der Akademie der Bildenden Künste Wien
und einem Schülervertreter des Gymnasiums Delitzsch zusammensetzte, ein.

Insgesamt hatten sich 17 Künstler mit 18 Entwürfen um die Vergabe zur Schaffung von insgesamt vier Kunstwerken auf dem sächsischen Lutherweg beworben. Im gestrigen Vorentscheid wurden 8 Kunstwerke ausgewählt, die es in die zweite Stufe des Wettbewerbes schafften.

Die Künstler waren aufgerufen, Kunstwerke für den ländlichen Raum auf dem Sächsischen Lutherweg zu entwerfen, die sich mit dem Thema Luther und Reformation auseinandersetzen. Ein weiterer Schwierigkeitsgrad bei der Erstellung und Umsetzung der Kunstwerke ist es, die Bevölkerung in den Entstehungsprozess mit einzubeziehen. Unter dem weitläufigen Begriff „sozialisierte Kunst“ sollen die Kunstwerke in Mitarbeit von Schulen, Vereinen und allen anderen Interessenten entstehen und so ein Teil der Gemeinschaft werden. Ziel ist es, die Entstehung von Kunst nicht mehr von „oben“ zu regulieren, sondern ein gemeinsamen Schaffens- und Erhaltungsprozess mit den Bürgern der Städte Döbeln, Grimma, Leisnig und Mügeln entstehen zu lassen.

Am 06.11.2017 endet die zweite Stufe des Wettbewerbes, in dem die ausgelobten acht Künstler der Jury ihre Modelle der Kunstwerke, sowie die umsetzungsreifen Entwürfe vorlegen. Danach tritt die Jury erneut zusammen, um die vier Ausschreibungsgewinner, deren Kunstwerke dann realisiert werden, zu benennen. Im anschließenden Projektverlauf werden Schulen und Vereine der Regionen in den Schaffensprozess mit Unterstützung der Künstlerhäuser einbezogen.