Geschäftsleitung F. Brinkmann / Vorstand D. Fischer

Termine der Übergabe der Kunstwerke in Städten Leisnig, Döbeln, Mügeln und Grimma:

Mügeln am 15.09.2018, 14.00 Uhr,

Ort: Kloster „Marienthal“ Sornzig, Klosterstraße 16, 04769 Mügeln OT Sornzig

Döbeln am 25.09.2018, 18.00 Uhr, Ort: OT Ziegra, am Lutherweg,

Gebersbacher Straße 44, 04720 Döbeln OT Ziegra

Leisnig am 02.10.2018, 18.00 Uhr, Ort: Schulweg / Ecke Kirchplatz, 04703 Leisnig

Grimma am 30.10.2018, 15.00 Uhr, Ort: Kloster Nimbschen, 04668 Grimma

Initiator und Entwickler des Projektes ist der Kulturförderverein Schaddelmühle e.V. (KUFÖ) Bereits seit 2014 beschäftigt sich der KUFÖ mit der Projektidee. Seit 2017 ist Frau Schönbrodt Mitarbeiterin und Projektleiterin zu dem Vorhaben -Kunst und Lutherzeit- im Auftrag des KUFÖ. Sie wird durch Frau Rüdiger im Projekt unterstützt. Das Projekt hat die Bildung eines umfangreichen Netzwerkes zum Ziel um das Thema – Reformation und Kunst- mit zeitgenössischen Ideen und Leben zu erfüllen. Dabei ist die Anwendung der Arbeitsweise „sozialisierte Kunst“ wesentlich. Der Vorstand des KUFÖ zeichnet für die Gesamtheit des Vorhabens mit einem umfangreichen Finanzvolumen. Gefördert wird das Projekt durch den Freistaat Sachsen unter Verwendung von Geldern der Europäischen Union als LEADER Vorhaben. Unterstützung erfolgte durch die Städte Döbeln, Mügeln, Leisnig, Grimma und den Landkreis Leipzig. Bei dem für Leisnig angefertigten Funktions- und Kunstobjekt „Bänke“ nach Planungen und Entwürfen durch die Künstlerin Rosi Steinbach aus Leipzig, wurde ein sehr großes Kollektiv zum Kunstprozess geformt. Engagierte LaienkünstlerInnen aus der Großregion Leipzig-Grimma wurden lange und intensiv eingebunden. Gruppen aus den Künstlerhäusern (KH) Schaddelmühle, KH Prösitz, der Keramikgruppe Naunhof und Helferinnen aus Leisnig, Grimma und Leipzig wurden begeistert aktiv beim Zeichnen und der Fayencemalerei. Formgebung der Fliesen und Brennprozesse wurden im KH Schaddelmühle durch Rosi Steinbach und Projekthelfer gearbeitet. Die Bemalung erfolgte auch im KH Schaddelmühle unter der Beteiligung der Gesamtheit der oben im Abschnitt aufgeführten Helfergruppen. Dank gilt den zahlreichen Mitstreiterinnen und Helfern. Für die Umsetzung der Plastik für Mügeln am Standort Kloster Sornzig „Die jungen Frauen“ war Andreas Hartzsch mit seiner Frau Cornelia Hartzsch im Glashof Riesa sehr aktiv. Schülergruppen vom Thomas-Mann-Gymnasium Oschatz mit ihrer Kunstlehrerin Rosi Rochner und Helfer auch aus Sornzig selbst waren bei Arbeitstreffen im KH Prösitz, Riesa und im KH Schaddelmühle beteiligt. Dabei konnten die sehr interessierten jungen Menschen selbst Material-, Formstudien entwerfen und anfertigen. Im KH Schaddelmühle wurden Arbeiten am Porphyrtuff initiiert und ausgeführt, Skizzen und Detailerarbeitungen angefertigt. Insgesamt genau das, was wir als Verein angestrebt haben. Eine Netzwerkarbeit die im Endresultat Bestand hat, die vollgültige Kunst unter der großen Beteiligung der Laien aus der Region am Lutherweg entstehen lässt. Stefan Knechtel konnte seinen Entwurf für Döbeln am Standort Ziegra erfolgreich durch die fachkundige und bevölkerungsnahe Jury führen. In seinem Atelier und unter Mitwirkung von Fachfirmen setzte er seine Vorstellungen in die Realität um. Stefan Knechtel konnte die Bevölkerung durch seinen Workshop in Döbeln, die dort durchgeführte Ausstellung seiner Kunst und die dabei erfolgten Vorträge erreichen. Ein Atelierbesuch durch das KH Schaddelmühle (Belegschaft und Migranten) brachte den Teilnehmern eine neue Auseinandersetzung mit ihm und seiner Kunst. Weiterhin geplante Vorträge durch ihn im KH Prösitz und KH Schaddelmühle ergänzen seine Arbeit. Die Installation des Kunstwerkes „Schriftobjekte“ für Grimma wurde von den Künstlerinnen Juliane Köhler und Kerstin Schaefer konzipiert. Arbeitsteilig fächerten sie den Entstehungsprozess weit auf. Schüler und Schülerinnen des Sankt Augustin Gymnasiums Grimma, Jugendliche aus Großbothen, Lehrlinge des Beruflichen Schulzentrums Rochlitz – Maurerausbildung konnten sich gestaltend und handwerklich einbringen. Es wurde die Handschrift einer Gymnasialschülerin eingescannt, um die Martin Luther zugeschriebenen Sätze zu visualisieren. Fachfirmen in Grimma und Colditz wurden mit den Metall- und Installationsarbeiten beauftragt. Helfer des KH Schaddelmühle und Einzelpersonen waren ausdauernd involviert und unterstützten die Arbeiten der Künstlerinnen als Mitglieder der sozialisierten Kunstaktion. Die vier roten Schriftzüge wurden an Felswänden, einer Buche, vor den Stahlwangen am Wegesystem der Klosterruine Nimbschen ausbalanciert installiert. Eine Funktionsform am Lutherweg, bestehend aus Klinkern und Keramikplatten, die ebenfalls einen Ausspruch Dr. Luthers aus dem 16. Jahrhundert zeigen, lädt zum Verweilen ein. Die Gäste können sich dort niederlassen und den Ausblick in die Freiluftgalerie des Künstlerhauses Schaddelmühle genießen. Die Kunstinstallation ist am Lutherweg zwischen der Klosterruine Nimbschen und dem Künstlerhaus Schaddelmühle wandernd zu erleben. Unsererseits streben wir eine Erweiterung der akademisch geprägten Kunstausübung unserer Zeit an. Die ist in allen Projekten durch interessante und innovative Lösungen erfolgt, es wurde die Methode der sozialisierten Kunst in vielfältiger Form angewendet.