Nach Fertigstellung der Kunstwerke steht für uns als Aufgabe, diese touristisch zu erschließen. Deshalb wurde mit Unterstützung der Evangelischen Heimvolkshochschule (HVHS) eine Informationsveranstaltung zum Thema organisiert. Eingeladen waren Gästeführer und weitere interessierte Bürger aus den beteiligten Kommunen. Am 08.02.2019 stellten wir in der HVHS das Projekt vor. Herr Brinkmann erläuterte die Methodik der sozialisierten Kunst. Dr. Dirk Mütze führte in einem kleinen Seminar in die Glaubenswelt der Lutherzeit ein, und von Frau Kolster erfuhren die Anwesenden Interessantes zum Lutherweg und dessen weiterer Entwicklung.

Am nächsten Tag schloss sich eine Rundfahrt zu den 4 Kunstwerken an. Die Teilnehmer besichtigten zuerst im Döbelner OT Ziegra die Installation „Spären / Globus“. Weiter ging es zum Kloster Sornzig und den „Jungen Frauen“. Hier erfuhren die Gästeführer nicht nur viele Details zum Kunstwerk, sondern lernten bei einer kleinen Führung einiges über die Geschichte des Klosters und dessen heutige Nutzung. Nächste Station war Leisnig. Hier wurden die Teilnehmer vom Superintendenten im historischen Stadtgut empfangen. Auf sehr lebendige Weise schilderte er, dass in Leisnig in direkter Zusammenarbeit mit Martin Luther wichtige Dokumente zur Reformation wie die Leisniger Kastenordnung, entstanden. Als Kunstwerk gab es zwei Bänke mit Motiven zum Alltagsleben der Lutherzeit zu bestaunen. Letzter Punkt war eine Wanderung vom Kloster Nimbschen zur Schaddelmühle. Entlang des Weges entdeckten die Teilnehmer 5 Lutherzitate, die aus Metall oder Keramik am Fels, am Baum, einer Mauer oder auf einer Bank angebracht sind. Zum Abschluß erhielt jeder ein Zertifikat.

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Gästeführer-Schulung